laufend
Ziel der Machbarkeitsstudie ist die Auswahl und Erprobung von Mess- und Analyseverfahren zur Quantifizierung körperlicher Belastung bei OP-Personal. Es soll erfasst werden, welche operativen Tätigkeiten zu hohen Muskel-Skelett-Belastungen führen und wie das Tragen von Bleischürzen als Belastungsfaktor quantifizierbar ist. Die Ergebnisse bilden die methodische Grundlage für eine nachfolgende Hauptstudie.
Zu Beginn erfolgt eine Markt- und Literaturrecherche zu MSB in der Zielberufsgruppe sowie zu aktuellen Bleischürzensystemen. Anschließend werden Expertengespräche mit gefäßchirurgischen Ärztinnen und Ärzten geführt, deren Erkenntnisse in die Auswahl der zu beobachtenden Arbeitsprozesse einfließen. Mittels nicht-teilnehmender Beobachtungen im OP werden Arbeitsprozesse, belastende Tätigkeiten und Körperhaltungen erfasst, visualisiert und in Rückkopplung mit den klinischen Partnern ausgewertet. Auf dieser Basis werden Messsysteme auf ihre klinische Eignung geprüft und Messungen mit Bewegungserfassung (Xsens Technologies B.V.) und Oberflächenmuskelaktivität (WavePlus, Cometa srl) durchgeführt. Im Anschluss werden leitfadengestützte Interviews mit dem betroffenen Personal geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Die Rekrutierung erfolgt über drei kooperierende Kliniken. Die Auswertung erfolgt deskriptiv und explorativ.
Gesundheitswesen
Gefährdungsart(en):Arbeitsbedingte Erkrankungen
Schlagworte:Muskel-Skelett-Erkrankungen (außer Krebserkrankungen)
Weitere Schlagworte zum Projekt:Bleischürzen, Zwanghaltungen, OP-Personal