Zwei Tage, viele Perspektiven und jede Menge Gesprächsstoff: Bei den diesjährigen Potsdamer BK-Tagen kamen Fachleute aus Medizin, Recht und Prävention zusammen. Worüber wurde diskutiert? Welche Gedanken bleiben? Und welche Themen werden uns weiter beschäftigen?
Berufskrankheiten lassen sich selten nur aus einer Perspektive betrachten. Medizinische Erkenntnisse, rechtliche Anforderungen, Prävention und die Erfahrungen aus der Praxis greifen ineinander. Gerade deshalb ist der Austausch zwischen den verschiedenen Fachrichtungen so wichtig: Neue Erkenntnisse entfalten ihren Wert vor allem dann, wenn sie gemeinsam eingeordnet und in konkrete Lösungen für die Praxis übersetzt werden. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Recht und Medizin verstehen sich auch die Potsdamer BK-Tage als Forum für den interdisziplinären Austausch.
Von der Begutachtung orthopädischer Berufskrankheiten über Initiativen zum Bürokratieabbau bei Hauterkrankungen bis hin zur Digitalisierung in der Individualprävention und verschiedenen Aktivitäten bei Krebserkrankungen: Die Potsdamer BK-Tage griffen ein breites Spektrum aktueller Fragen auf. Diskutiert wurde unter anderem, wie neue Erkenntnisse in die Begutachtung einfließen können, welche Ansätze es bei berufsbedingten Hauterkrankungen gibt und welche Möglichkeiten digitale Leistungs-Angebote eröffnen. Auch Krebserkrankungen bei Feuerwehreinsatzkräften sowie neue Entwicklungen bei Früherkennung, Diagnostik und Therapie von Mesotheliomen standen auf dem Programm.
Wissenschaftliche Erkenntnisse entwickeln sich weiter – und mit ihnen können auch die Fragestellungen der Zukunft bei Prävention, Begutachtung und Rehabilitation gelöst werden. Themen wie Individualprävention, digitale Leistungs-Angebote oder neue Erkenntnisse zu beruflich bedingten Erkrankungen zeigen, wohin die Reise geht. Entscheidend wird sein, neue Möglichkeiten früh aufzugreifen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus Lösungen zu entwickeln, die bei den Versicherten in der Praxis ankommen.
Bild: KreativMedia / Marten Ronneburg
"Tagtäglich zeigt sich, wie wichtig sichere und gesundheitsgerechte Arbeitsbedingungen sind – in Betrieben, in Kitas, Schulen und Verwaltungen, bei Einsatzkräften, in Verkehrsbetrieben, Kliniken oder Rettungsdiensten. Dort hängt die Funktionsfähigkeit unseres Gemeinwesens unmittelbar davon ab, dass Menschen gesund arbeiten können und bei Bedarf gut rehabilitiert werden. Unternehmen und Einrichtungen sind auf motivierte, qualifizierte und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen – insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels."
Bild: DGUV
„Mich hat bei den Potsdamer BK-Tagen beeindruckt, in welcher Breite und Tiefe die Unfallversicherungsträger medizinische Daten erheben. Dieser Datenschatz sollte zum Wohle der Versicherten im Rahmen der Aufgaben des Europäischen Gesundheitsdatenraums verstärkt auch für die medizinisch-wissenschaftliche Forschung nutzbar gemacht werden.“
Bild: DGUV
„Mich hat sehr beeindruckt, welche Bedeutung und Außenwirkung unsere DGUV-Begutachtungsempfehlungen entfalten: Sie unterstützen die medizinischen Sachverständigen bei ihrer Arbeit, bieten der Rechtsprechung eine Orientierung für die Einordnung medizinischer Sachverhalte und helfen den Unfallversicherungsträgern bei ihren Entscheidungen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag, der weit über die eigentliche Begutachtung hinausgeht.“
Bild: DGUV
„In Erinnerung bleiben mir die Vielfalt der Themen im Bereich der Berufskrankheiten und die vielen Menschen in und außerhalb der gesetzlichen Unfallversicherung, die sich engagiert damit auseinandersetzen. Beeindruckt hat mich besonders, wie viel Wissen und Erfahrung dabei zusammenkommen.“
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV)
Landesverband Nordost
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